Mittwoch, 29. Dezember 2010

Good Morning Beautiful World!
Wenn ich etwas kann, dann ist es, so zu tönen, als hätte ich eine Ahnung von dem was ich erzähle. Man wirft mir vor, ich könne irgendwas sagen, und dabei extrem überzeugt wirken, so dass man sich selber immer unsicher sei, wer nun Recht habe.
Und das erzähle ich euch auch gerade nur, weil der nächste Text am Rande Kokain thematisiert. Ich habe noch nie harte Drogen konsumiert, obwohl ich in diversen Texten davon schreibe. Ich weiss nur, was ich schon gehört, gelesen und erlebt habe. Mein gesamtes Wissen bezüglich Kokain beziehe ich also aus Songs von den Living Legends, Eligh und Atmosphere - und ich nehme mal an, dass die eine entfernte  Ahnung haben.
Auch wenn ich von Selbstmord schreibe oder von düstersten Ängsten - ich habe KEINE Ahnung davon. Ich habe auch nicht vor, mich umzubringen, und leide höchstwahrscheinlich auch nicht unter Depressionen.
Also, man mache sich keine Sorgen um mich, ich nehme im Grunde genommen nur die Erfahrungen anderer und wirke vielleicht mal wieder etwas zu überzeugend ;) Danke übrigens, Essaschätzchen, für den Gedankenanstoss mit den Suicide Bunnies.
Fight the war - fuck the norm!




I remember this summer
when i kicked a cocain habit
lieing in my bed
thought about a suicide rabbit
the sun was still shining
the birds echoed in my head
nose candy burned a hole
smelled like absinth and sweat
the sun painted circles
my swollen lips were dry
and i could feel it in my veins
that i still was high

everything's good
it's alright
give me just a second
or another great night

i feel like an island
in spite of friends around
i let my body flow
to my darling's sweetest sound
the stars were blinking
the sky was drenched in black
the only thing that counts
is that these moments don't come back
we may shiver we may drown
we may die at young age
but if there's one thing we did
then it's to see this world as our stage



Freitag, 24. Dezember 2010

Merry Christmas to everybody out there!
So, wie alle anderen Musik- bzw hirnrissigen Blogs habe ich beschlossen, meine musikalischen Topirgendwas zu veröffentlichen, und zwar weder in geordneter Reihenfolge noch mit irgendeinem Anspruch auf Vollständigkeit. Ausserdem einige Zahlen und Fakten, welche spannend sein könnten.
Achja, und zum Schluss gibts dann noch einen kleinen Text von mir, nur damit der Zweck dieses Blogs auch erfüllt wird!
Haltet euch fest, es geht los!


Von insgesamt 191 (auf iTunes) gekauften Liedern ist das meistgehörteste Album "Gandalf's Beat Machine Level 3" von Eligh.
Hätte ich jetzt auch nicht so erwartet. Aber gut, man muss sagen, dass es wirklich ein tolles Album ist, schön psychedelisch paranoid, und man bei jedem Hören neue Dinge entdeckt. Habe unter anderem bemerkt, dass ein Song wohl ein Tribut an Michael Jackson sein wird - wobei ich mich auch irren könnte... Anzuhören lohnen würde sich übrigens: The Legend (ok, scheinbar ist der Song sooo untergrund, dass ich nur ein 50' Fitzelchen finden konnte.Sorry)

Mein Top Newcomer des Jahres? Inspired Flight.
Ich habe ganz ehrlich keine Ahnung, wie ich diese Band gefunden habe, aber sie gefallen mir. Das meistgehörteste Lied des Jahres ist nämlich ihr "Pull Push Let Go feat. Eligh" Das ganze Album ist wirklich sehr gut gelungen, tönt irgendwie gläsern und ist unheimlich entspannend. Vorallem wenn man im letzten Bus nach Hause sitzt. Oder im Bus in Wimbledon. Oder sowieso immer.

Die Band, welche mich am übelsten abgehen liess? Dubioza Kolektiv.
Spastische Tänze während dem Volleyball, Hippiegehüpfe während dem Zimmeraufräumen, Pogen beim Konzert mit Muffinfrau, sturmfreies Bosnisch-kreischen während auf dem Bett umherjucken. Ich liebeliebeliebe diese Band, und ich hoffe, dass ihr auch ein bisschen Spass damit habt. Balkan Funk!

Bestes Konzert? Schwer zu sagen.
Ich war 2010 an unzähligen Konzerten, und es fällt mir echt schwer, eines davon zu wählen. Um nur einige der tollsten zu erwähnen: The Roots mit José James als Support (heiss, heisser, The Roots!), Breitbild mit Sonnenuntergang (selbst beim 3.Mal rocken die noch), Dubioza Kolektiv (Check it out now, funk soul brother!), Mika (ich habe noch nie so viele buntangezogene Leggins-träger auf einem Haufen gesehen.), Jamaram (heisser Drummer auf 12Uhr!), motherfuckin' Brother Ali (ich hätte beinahe geweint, ich war so glücklich, ihn zu sehen!), Diam's (moi, je parle français muy bien), und es fallen mir gerade noch soooo viele andere coole ein, dass ich richtig traurig bin, dass das Jahr vorbei ist.
Hier doch ein voreiliger Favorit auf Band: The Roots (mann haben wir geschwitzt!)

Schönstes Album in Sachen Jewelbox, Booklet etc? When Life Gives You Lemons You Paint That Shit Gold!
Eine meiner sehnlichst erwartetsten Bestellungen überhaupt. Und es hat sich gelohnt. Welche Band schreibt schon ein Kinderbuch zu ihrer CD, gestaltet das ganze Album überhaupt als Buch, macht die CD goldig und macht eine richtig süsse DVD dazu? Atmosphere natürlich! Bevor ich sterbe, möchte ich an ein Konzert von ihnen, und dann werde ich mir in meinem Wahn wahrscheinlich ein Tattoo stechen lassen.
Hören Sie bitte: Yesterday, und zwar zweimal, weil der letzte Satz alles verändert

Andere interessante Fakten:
- Männer die Streifen tragen, sind heiss: (Kurt Cobain, Eligh, ...)
- Rage against the Machine hätte ich definitiv früher entdecken sollen.
- Ich besitze 341 Songs von den Beatles, und habe bisher erst 24 davon gehört. Gut, Across the Universe dafür mindestens 34 mal.
- Sufjan Stevens' "The Age of Adz" Album würde bestimmt in meine Top 10 Liste kommen, wenn ich es nicht erst letzte Woche gekauft hätte. Trotzdem haben es 3 Lieder schon in die "top25"-Liste auf iTunes geschafft.
- Der kürzliche Tod von Eyedea war etwas vom tragischsten, was dem modernen Rap passieren konnte. Nicht zu sprechen, vom Verlust für die ganze Welt.
- Soraya, falls du das liest - besorg dir (irgendwo/bei mir) Chris Garneau's Album El Radio, du wirst es lieben. Das weiss ich.
-Ich besitze 53 Songs von John Lee Hooker?! Ich kenne gerade mal eines seiner Lieder - von Blues Brothers!

Oh, da fällt mir ein neuer potentieller Favorit ein in Sachen Konzerte 2010 : Patent Ochsner auf dem Bundesplatz! Hell yeah, so viele Hühnerhautmomente auf einmal, wahnsinnig!


Tut mir übrigens Leid, wenn es viele Orthographie-fehler hat in diesem Post, ich habe NULL Zeit, ihn nochmals durchzugehen, sorry.



Solala, hier hätten wir jetzt noch den versprochenen Text, der über ein Mensch ist, der mich enttäuscht hat.


On closer examination you don't seem to be translucent
your worldy-wise glow shaped up as an illusion
now that i think about your rather poor choice of words
it's your human way that surprised me and hurts
your eyes don't look like an ocean nor do they scan my soul
actually they're just another light-bundling hole
i idolized a dream of mine and replaced 'is' with 'could be'
but now it seems that you're not such much different than me
you know difficult words that rarely make any sense
your pretty facade just covered an ugly pretence
i have a last wish and it's really altruistic
don't just pretend to be an artist but really be artistic


it was just a picture
but now things are clear
people might be different
than they first appear


whatever i always thought you were, i know that you're not
but this perfect picure is still everything i got
funny how you managed to live two complete lives
and all of them were based on one single silly lie
white lies black lies i actually don't care
because the things that now remain are tissues everywhere
scar tissues, tissues of lies, and you didn't mean it i know
but the worst thing is your face wherever i go
a menace for a soul a menace for myself
i hope that you'll be fine and that i'll be well
give me a last little answer: what did you expect?
A future with me and everything would be perfect?




Donnerstag, 23. Dezember 2010


Meine lieben Lieben,
Weihnachten steht vor der Tür. Und da ist es natürlich klar, dass ich der Öffentlichkeit das Bild eines Tannenbaumes präsentieren muss. Da ich aber aus Prinzip gegen alle Arten von Zwängen rebellieren muss (auch ich bin ein Rebell mein lieber Schmetterling ... auf meine ganz eigene Art) ist es stattdessen der wirklich malerische Anblick eines ... Strommastes, der euch von eurem Bildschirm aus anlächelt. Aufgenommen wurde er in Wimbledon (solche Stromkabel-Sammelstellen-oder-weis-der-Kuckuck-was-auch-immer-die-für-einen-Sinn-haben habe ich sowieso bis jetzt nur in England zu Gesicht bekommen).
Vielen (unserer zweifellos zahlreichen Follower) mag jetzt vielleicht auffallen, dass mindestens 7/8 (wenn nicht mehr ... da fällt mir auf, existieren eigentlich mehr als 8 Bilder auf diesem Blog? Nicht? Das ist ja erbärmlich.) aller Bilder auf diesem Blog aus England stammen.
Dass liegt dadran, dass meine Aufenthalte in England alle sehr viel inspirierender sind als unser Haus bei Nacht (mein Leben besteht aus so viel Schule dass ich mich kaum noch daran erinnern kann, wie unser Haus bei Tageslicht aussieht ...).
Und nicht nur inspirierender, sondern auch sehr viel fotogener (es tut mir leid, liebes Haus, aber deine zarten Brauntöne können da einfach nicht mithalten ...).
Ach ja, was ich noch loswerden muss:
Frohe Weihnachten!
Und nehmt euch vor dem Geist of Christmas Yet to Come und seinem Briefkastenkopf in Acht.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

yes!
Wie es aussieht, habe ich es geschafft, sowas wie dosierte Sozialkritik in etwas möglicherweise tanzbares zu verpacken. Wobei das mit dem tanzbar dann doch von der Musik abhängt, aber mein - eher beschränktes - Rhytmusgefühl sagt mir, dass daraus was werden könnte.
Um diese Eventualität noch zu unterstreichen, möchte ich gerne einige Audiobeispiele aufführen...Neeein, ich habe NICHT gesungen, ich möchte nur zeigen, in welchem Stil ich es mir vorgestellt hatte!
Macht euch bereit:

Eines meiner neusten Lieblingslieder stammt aus der Feder von Mac Lethal, der aussieht wie ein Ire, aber scheinbar aus dem Midwest der USA kommt - wie jeder anständige Independentrapper! Tolles Video übrigens.
Mac Lethal - Undertow   http://www.youtube.com/watch?v=pndAjRVxgGs

Äusserst tanzbar und sowieso ein anstrebbarer Song
Jan Delay - Oh Jonny    http://www.youtube.com/watch?v=rNrAomoVUkU

Langsamer, aber trotzdem denkbar.
White Stripes - The Denial Twist   http://www.youtube.com/watch?v=ANLBu-U8KzE&feature=channel


So jetzt aber, hier ist der Text, und nun soll sich jeder selber etwas dazu ausdenken. Ist ja hier das Internet, da macht eh jeder was er will.

Welcome to
the rollercoaster
the land of clowns
and of roasters
welcome to
the nation of
speed
the land of acid
and the land of weed
welcome to
the holly empire
where all the fools live
and all the liars

it's a freakshow
and it's for free
come near folks
we got something to see

welcome to
the house of gold
everything's allowed
we are out of control
welcome to
the celebration
it's a kingdom of fun
it is devil's nation
welcome to
the big neglect
we hope you got time
and your plastic is checked













Mittwoch, 15. Dezember 2010

Ich fühle mich irgendwie verpflichtet.
Verpflichtet, die mir noch verbleibende Zeit möglichst gut zu nützen, und möglichst unterschiedliche Texte zu schrieben.
Ich versuche es auf französisch (einfach aber behindert), ich versuche es auf deutsch (ganz schlechte Idee) und ich versuche, noch düsterer als sonst zu texten.
Das nächste eher kurze Exempel stammt aus der Gattung französisch (kurze Frage: schreibt man Sprachen gross oder klein?) und deckt wohl auch die düstere Sparte ab. Alles in allem hat das Lied aber sowaswie ein Happy-Ending: das verrückte Wesen fängt nämlich wieder bei Null an, und stirbt endlich zum letzten Mal.
Ich habe echt KEINE Ahnung, was in meinem Kopf vorging, oder woran ich beim schreiben dachte, aber es muss wohl irgendwas mit Todesengeln, Unsterblichkeit und - wie immer wahrscheinlich - mit Wut zu tun gehabt haben. Falls jemand einen Sinn darin findet, oder sonst wie eine Interpretation hat - her damit!
Kann man eigentlich psychologische Rückschlüsse auf meine Persönlichkeit ziehen, wenn man diesen Blog liest? Bin ich ein rebellischer Emo mit wirren Träumen? Lebe ich in meinen Texten eine abartige Seite an mir aus? Wer bin ich und wohin gehe ich?

chaque fois que je meurs
me fait plus fort 
et ce que me laisse vivre  
est attendre ma mort 
je saute et je tombe 
mais jamais touche le ciel 
la seule chose qu'on entend 
est mon battement des ailes 
j'étouffe mes mots 
car ils ont pas de force 
tourner ma langue dans ma bouche 
me fait mal à la gorge 
la rage est mon sange 
la tristesse mon coeur 
cette fois je jure 
est le dernière fois je meurs 
pas immortel je sais 
pas un héro 
cette fois je jure 
je remets à zéro

Montag, 13. Dezember 2010

Was wäre wenn...
Ich habe und hatte schon immer ein Faible für "Was wäre wenn"-Gedanken. Ich kann sowas stundenlang vor dem Einschlafen machen, nur um darüber einzunicken und Auberginen-Träume zu haben.
Der folgende Text ist von einer Vorlesung an der Uni Bern inspiriert, und zwar ging es um Citizenship. Da wurde von Aristotle und Pflichten und Rechten von Bürgern gesprochen. Obwohl ich im Halbschlaf wohl nur die Hälfte mitbekommen habe, hat mir das Ganze doch etwas Eindruck gemacht, wie es scheint.
Soweit ich mich erinnere, schien Aristoteles nämlich der Ansicht zu sein, das Mitbestimmen, für uns heute ja ein Recht, eigentlich eine Pflicht sein sollte. Was wäre, wenn jeder Abstimmen müsste?
Und von da an häuften sich dann meine Fragen, und ich bin komplett abgeschweift mit Obdachlosen, Allianzen mit Habenichtsen, Religion undsoweiterundsofortundsowieso
Enjoy your meal!


What if everybody had to vote
everybody had to choose
bout keeping everything on float
or carbon footprint reduce
what if voting was no right
but an obligation
to vote what we indite
what is best for our nation
what if citizens were forced
to take part in politics
what if polls weren't forged
by destructive critics
what if we formed an alliance
to educate humankind
what if religion was sience
to heal every blind
what if homeless allied
for example with have-nots
what if for every lost child
we would fire a last shot
what if we increased the peace
and stopped the beef
what if we had fair police
and maybe freedom of belief

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Ach ja, übrigens (kurzer Nachtrag).
Ich gehöre NICHT ins Mittelalter. Ich gehöre in die Renaissance.
Damit das klar ist.

So. Die Prüfungen sind vorbei - wenigstens für diese Woche (und es ist Donnerstag ...).
Ausserdem fällt (fiel auf jeden fall, als ich das letzte mal aus dem Fenster guckte) Schnee. Dazu ein perfektes, rosa-wattig-güldenes (das Wort musste ich früher oder später benutzen) Licht. Ich sprinte also voller Begeisterung auf unseren Balkon, bereit ein Bild zu machen, welches mich nach einigen langen, ereignislosen, uninspiriert unwürdigen Wochen als strahlenden Star der Bloggerszene auferstehen lassen würde.
Leider sind die Bilder, in Ermangelung eines weniger ... deftigen Wortes, scheisse geworden.
Deshalb also dieser mehr oder weniger gelungene Ersatz (weihnachtliche Stimmung kommt auf ...) welcher die Gleise zwei und drei des Rapperswiler Bahnhofes in äusserst vorteilhaftem Licht zeigt.
Ohne jeglichen Schnee.

Dienstag, 30. November 2010

Ich habe noch einige Entwürfe auf Lager, macht euch bereit für weitere Tragödien, violett auf weiss, in Worte gefasst, die ich noch nicht mal verstehen würde, würde ich sie nicht nachschlagen gehen.

Hier haben wir zum Beispiel ein äusserst abartiges Exemplar schriftlicher Verzweiflung. Ich war müde beim Schreiben. Wie immer.


Red ink on my hands
try to pretend
that it wasn't my fault
and i seem to understand
kiss the dirty mirror
my tears wash it clearer
and my lips feel dirty
and i hear the steps nearer
scream at my face
but it's the fist that breaks
now eat the shards
to mutilate my fate
head against wall
gives blood to scrawl
scribble my name
but it came out too small
slid up my wrist
facepalm with clanched fist
never found the time
to think about a last wish
dive in my sorrow
pray for no more tomorrows
sleep in my body
that i only got to borrow

Nachdem wir schon über Scherben essen und Ritzen gelesen haben, fehlt eigentlich nur noch eines: Drogen. Und ja, wir ahnen es - der nächste Text behandelt eben dieses Thema. Kurz, und schmerzhaft. 

Ladies and gentlemen
this is the story
of a 16 year old girl
with a name like rory
or a name like phoebe
maybe even kate
doesn't even matter
because rory does cocaine
phoebe's doing acid
kate's doing meth
and all the three of her
are in a living death
rory steals money
phoebe sucks dicks
kate's selling weed
all for the next kick

Oh, ich habe gerade einen Text gefunden, der nicht mal so übel ist! Ich sollte vielleicht beginnen, meine Texte themenbezogen zu betiteln, weil ich nämlich etwa fünfzehn Text gespeichert habe, die "blabla" heissen. 
Also, das nächste Meisterwerk ist eher etwas persönlich. Und zwar ist kürzlich ein Rapper gestorben, den ich ziemlich brilliant fand. Genial sozusagen. Das hat mich tatsächlich mehr mitgenommen, als ich gedacht hätte, und hat mich dann zu ungefähr fünf Texten inspiriert. Der folgende Text setzt sich mit dem Tod einer geliebten Person auseinander. Und das ist etwas, was mich zum Weinen bringen könnte, wenn ich nur schon daran denke. Etwas Sensibilität also bitte, beim kritisieren ;)

If even shadows have a shadow
i'm sure i have one too
and it's been about a month
that i've been feeling blue
i can still cry every night
all because of you
dedicate my life to my biggest loss
this time it's die not do
i told myself time healed everything
but i know that it's not true

find me in the corner
layers of shadow cover my face
the only thing that holds me
is my own embrace

another thing that's not true:
writers never die
and all i wanna do now
is believing those lies
i know these things happen
and everything goes by
and even if you hated it
this time you made me cry
you know it kills me more than you
cause now my hands are tied

teardrops wash my scars away
slowly peel off my clown mask
and silently i always knew it
it was too good to last


Das war vielleicht ein Bisschen viel aufs mal, aber hey, den letzten Text muss sich nur antun, wer noch mag, oder will, oder nichts besseres zu tun hat. 
Tattoos sind geil.

his skin is a canvas
Read his body like a map
let your lashes wander
let permanent wings flap

fingers follow inked lines
an eternalized rose
swallows, numbers
immortal stars and crows

ornaments tell stories
explore his whole life
beauty until death
mystic dateless signs

draw a plan of his body
hear the beating in his chest
follow the cords
draw the wave's crest






Könnten wir die Schweiz nicht bitte auf A-Schweiz umtaufen?
Und das A steht jetzt nicht für irgendwelche Körperöffnungen oder sonstige Schweinereien - es geht nur darum, dass man auf diesen Listen, bei denen man sein Land wählen muss, immer so verdammt lange scrollen muss.
Okay, die obige Aussage sollte den Ernst der Lage verdeutlichen: Ich bin müde. Richtig müde. Ich habe soeben ein 100 palabras-reiches Wunderwerk spanischer Schreibkunst beendet, und habe so etwas wie Physik vor mir. Ich will nicht mehr.
Was ich in den letzten Tagen zu Papier, bzw OpenOffice gebracht habe, ist erbärmlich, und ich zähle die Tage bis zu Silvester. Wobei ich wohl genau in der letzten Woche eine kreative Ader entdecken werde. Ganz zuhinterst in meinem Kopf.
Hier also einige skizzenhafte Entwürfe poetischen Niedergangs. In allen Sprachen, Reimformen, Längen. Nehmt euch Zeit, es wird ein längerer Eintrag.

Zuerst ein französisches Gedicht. Welches ich dringends nochmals überarbeiten sollte.


chaque jour je t'attend


j'attend tes pas
chaque jour
chaque fois


je cherche tes yeux
chaque jour
va mieux


ma vie vaut pas
sans la tienne
sans toi


je répète ton nom
dans l'air
dans le vent


qui porte mon amour
sur l'océan
chaque jour


chaque jour je t'attend
chaque jour qu'on apprend
que la vie est si court
mais j'attend chaque jour




Dann haben wir da noch ein Lied, bei dem es nicht mal mehr für eine zweite Strophe gereicht hat. Aber zweite Strophen werden eh überbewertet.


Grey is no color
it's just a shade
all shadows wander
or they just fade
remember the night
when all cats are grey
but they turn painted
with the brush of sunrays

when the sky is grey
and the clouds are black
you can't change it anyways
so you just cut your slack


Dann haben wir hier ein kleines Experiment, welches bald ziemlich ausgeartet ist. Ich musste die Person einfach sterben lassen, wer weiss was sonst passiert wäre. 

Imagine a dark room
with walls red like blood
a light from the ceiling
is all it got
in the darkest corner
hiding in the shade
is sitting a dark person
so dark it almost fades
red eyes black hair
stare a hole in the air
angry blood pumping
the only sound
fast shut the door
now nobody's around
hear yourself breathing
everything is narrow
every blink of this person
is hurt to the marrow
smells like sulfur
scratch your hand
your dream finally feels
like it's buildt on sand
the walls cave in
you suffocate
you scream a name
but the help comes too late
you drown in your sleep
and die eyes shut
and this dark room is all that you got

Okay, wir müssen das jetzt beenden. Ich muss einen neuen Eintrag machen - ich kanns nicht haben, so viele Texte auf einmal zu präsentieren. Habt Verständnis mit meinem kranken Geist. Ich könnte ja auch gar nichts hochladen. Und das wäre langweiliger als wirre Texte die nur für mich Sinn ergeben. Wenn überhaupt.

Dienstag, 23. November 2010


Und hier haben wir ... Zürich mit Taube. In blau.
Gemacht wurde es bei dem Versuch, ein adäquates Geburtstagsgeschenk für einen gewissen Schmetterling zu kreieren. Am Anfang nur zu zweit (grüner Weihnachtself mit Gitarre inklusive) am Flughafen, später jedoch zu dritt (dazu kam noch eine langbeinige Schönheit) und mit tief gesunkener Hemmschwelle in der Bahnnhofsstrasse entstand dann ... eine CD mit Geräuschen und einem brillanten Booklet (trotz, oder gerade wegen, defektem Drucker).
Wer für die Illustrierungen desselben zuständig war, muss hier ja wohl kaum erwähnt werden (ich).
An alle Schmetterlinge da draussen: so sieht das Bild in Farbe aus.
Und nein, das Bild wurde nicht bearbeitet. Kaum bearbeitet.. Ein bisschen bearbeitet... Drücken wir es so aus: sämtliche Farben wurden umgestellt. Aber die Taube war wirklich da.

Montag, 22. November 2010

Monday is music day!!!
Ist es nicht. Aber ich mag Alliterationen.
Anyway, ich wurde von meiner Lieblings-essa gebeten, einen Blogeintrag mit Musiktips zu erstellen. Gerne! Vielleicht fällt es dann weniger auf, dass ich in letzter Zeit irgendwie nicht so wahnsinnig qualitative Texte schreiben kann. Hier also eine kleine Auswahl bevor ich ins Bett krieche.
Legen wir los, und Katy - du hörst dir jedes Lied an!

Ready To Go (acoustic) - Urthboy   Aussie Power 4-ever

Massive Attack - Paradise Circus     Wueeeh, ich möchte ein Video dazu machen!

Bob Marley - Burnin and Lootin     Bobby und The Roots performen mein Lieblingssong - besser gehts nicht!

Chris Garneau - Fireflies                  Tolltolltolltoll! El Radio muss man besitzen!

Norman Palm - Everything You Need     Was soll man da noch sagen?! Ich möchte auch verliebt sein!


Rage Against The Machine - Ashes In The Fall    Nur damit das mal gesagt ist: Ich höre nicht nur Pussy-Musik! Neinneinnein: Das ist mein momentanes Lieblingslied!


Gute Nacht zusammen!

Samstag, 13. November 2010


Dieses Bild stammt aus einer Zeit, als die Sonne noch schien. Und zwar länger als vier Stunden am Tag. Die Figur soll eine chinesische Tänzerin darstellen und wurde von meiner Mutter eigenhändig getöpfert (sie hat immer einen Tonring nach dem anderen aufeinander gelegt - von innen ist dieses ausdrucksstarke Meisterwerk also hohl. Nebenbemerkung für alle Kunstkenner/-liebhaber, die es interessiert). Nun steht sie in unserem Rosenbeet (welches übrigens nicht so kläglich ist, wie es auf diesem Bild den Anschein erweckt) und erschreckt ahnungslose Gäste und manchmal auch ahnungslose Bewohner dieses Hauses.

Mittwoch, 10. November 2010

Hand hoch, wer hier so richtig komplett zufrieden und glücklich mit seinem Leben ist!
Keine Hände? Interessant...
Nun...mein ideales Leben sieht nämlich auch ein bisschen anders aus, als dieses hier. In meinem idealen Leben würde es jetzt zum Beispiel nicht regnen, und es wäre angenehm warm. Ich hätte morgen keine Wirtschaftsprüfung, und sowieso überhaupt keine Schule. Ich würde nicht in meinem Bett in Schmerikon liegen, sondern in einer Hängematte an einem Bacardi-Strand. Ich würde ganz viel Talent in allem haben, und ich hätte genug Geld und Zeit, um die ganze Welt zu bereisen. Achja - und ich würde nie nie nie NIENIENIENIENIENIENIENIENIE nie nie mehr Mathe haben. Nie mehr.

In einer idealen Welt würde ausserdem jeder Mensch Eligh (ich mache ja ungern Werbung, aber das neue Album "the grey crow" ist wirklich kaufenswert ;)) und Atmosphere hören, Drop City lesen und couchsurfen. Zusätzlich wäre jede Mauer und jeder Zug Freiwild für Sprayer, am Radio würde GUTE Musik gespielt werden, Bildung wäre gratis, ich hätte mehr Geld und mehr Zeit für mich, Red Hot Chili Peppers hätten sich nicht aufgelöst, Konzerte und Kino wären gratis, Kinderarbeit nicht mehr nötig, alle Gorillas hätten ihren Stamm-baum (haha,Wortspiel!) noch, die Zeitungen würden neutral und informativ über die WAHRHEIT berichten, Amerikaner würden intelligenter, Cannabis legalisiert und das wichtigste...ich kann jeden Tag so lange schlafen, wie ich will!

Achso - falls jemand noch nach einem passenden Geburtstagsgeschenk für mich sucht, ich will keine Pistole, kein Feuer, keinen Spiegel, und Wände gibt es auf dieser Welt schon genug. Der folgende Text dürfte sonst in dieser Hinsicht nämlich ein bisschen irreführend sein.
Akzeptables Alternativ-Geschenk: ASR-10 !!! Sampler/Synthie der so ziemlich alles hat, was man braucht, um auch alleine gute Musik machen zu können, und das wohl beste Gerät in jeglicher Hinsicht EVER ist. So ziemlich jedes meiner musikalischen Vorbilder hat ein/eine? ASR-10 ...und ich will doch auch mein Vorbild sein :)  Ist ja auch gar nicht teuer, und...sowieso. Zusammen könnt ihr alles schaffen, auch ASR-10 :)
Danke schon mal im Voraus! Ich euch auch.



Give me an oasis
or better an island
save from psychic harm
too much noise and style and

give me some music
to cure my hurt mind
give me some paper
and a pen to rhyme

please give me words
to articulate my pain
give me some ink
to release and to drain

give me a piano
to be distracted for hours
give me good books
that give me notion and power

give me a mirror
to break my face in two
give me a room
to fill it up with you

give me a wall
or give me a train
some caps and spraycans
to finish always the same

give me a fire
give me a gun
i'm gonna shoot the clouds
untill we see the sun

give me a bed
and a pillow to dream
give me good drugs
to have something to get clean

give me more of you
give me less of reality
more of peace
and less of brutality

please give me breath
plese give me sorrow
i'll take it to have a reason
to fear tomorrow


Montag, 8. November 2010


For Lynn,
the one and only

Es ist kein Buch (geschweige denn ein Backbuch), aber es ist ein Blogeintrag, der ganz allein dir gewidmet ist. Und dann auch noch ein verdammt schöner...

Sonntag, 7. November 2010


Dies ist eine Lampe.
Der Gegenstand, der für drei Wochen Licht in mein tristes Dasein werfen sollte. Der in seiner verschlungenen Erhabenheit unerschütterlich die Licht- von der Schattenseite trennt. Dessen Leben der Kampf zwischen Hell und Dunkel ist. Der Gelassenheit und Anmut ausdrückte seit er das erste Mal mein Gesicht erhellte. Der in den höchsten Sphären unserer Gesellschaft lebt und den selbst die Hässlichkeit seiner Passform niemals auslöschen kann.
Eine Lampe eben.

Freitag, 5. November 2010

Fuck SVP!
So, das musste verdammt nochmal gesagt werden! Was glauben die eigentlich, wer die sind?! Wie rechtfertigen sie die Unerhörtheit, die Leute, die ihre WCs putzen, ihre Grossmütter im Altersheim pflegen und unsere Strassen bauen mit solcher Undankbarkeit zu behandeln?! Verdienen es die Leute, die unter Umständen aus ihrem Land flüchten mussten, oder Leute, die schon seit über 20 Jahren in der Schweiz leben und voll integriert sind, so UNFAIR behandelt zu werden? Wenn sich Ausländer so wie Schweizer verhalten sollen, warum verhalten wir uns gegenüber Ausländern dann nicht, als seien sie Schweizer, und zwar auch wenn sie straffällig werden?! Wieso wehrt sich niemand gegen die ganze Scheisse!? Ich meine, so richtig wehren?!
Das ging mir so durch den Kopf, als ich diesen Text geschrieben habe, und bekam so richtig Bock auf eine fette Revolution. Fick direkte Demokratie - ich mach das selber nämlich besser!!!

fist in the air
laws on the floor
throw away your badges
we don't need them anymore


riot
riot in this town
riot
bring this system down


fist in the air
heart on your tongue
make this world yours
back where it belongs


fist in the air
it's just another day to die
or another day to
burn the books that lie


fist in the air
paint on the walls
this is the night
where the truth finally calls


fist in the air
passport on fire
we gonna get the things
that we desperately required
Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit.
Zumindest wenn es ums texten geht: An einem Tag schreibe ich über eine dringend notwendige Revolutionen, am nächsten schreibe ich I-miss/love-you-Lieder. Um das mal kurz zu demonstrieren, möchte ich euch gerne beide Beispiele zeigen. Ich bin mir nämlich nicht so ganz sicher, welche Sorte ich lieber mag. Für thewritingessa ist es wahrscheinlich komfortabler, I-miss/love-you-Lieder zu spielen, stimmts? ;)
Diesen Text mag ich eigentlich ziemlich gut, trotz leicht erhöhtem Schnulz-Faktor. Ich mag zB die "and the memories of yesterday stay my favourite scar" Stelle, oder "and the memories of yesterday revolve around you". Ja, ich darf mich auch mal selber loben,oder?!
Den revolutionären Text poste ich gleich, ich muss ihn nur noch in meinem Matheheft suchen gehen! (Kreativität ist eine Pflanze, die auch an den düstersten Stellen gedeiht - auch im Matheheft.)


A bientôt

It's not like i miss you
it's just your not here
and the memories of yesterday
stay a grey smear
it's not like i love you
it's just appreciation
and the memories of yesterday
seem to be dream's creation
it's not like i'm crying
it's just thinking too far
and the memories of yesterday
stay my favourite scar
it's not like i'm waiting
there's just nothing else to do
and the memories of yesterday
revolve around you

you are not my life
but my favourite part of it
and the memories of yesterday
are how my heart split

it's not like i care
it's just a little pain
and the memories of yesterday
are fading in the rain
it's not like i'm sad
it's just another phase
and the memories of yesterday
stay a set phrase
it's not like i'm dying
it's just another low
and the memories of yesterday
are something i don't know
it's not like you are worth
it's just like i'm am not
and the memories of yesterday
are everything i've got

Montag, 1. November 2010

Les femmes viennent  de Vénus.  Les hommes mangent des Mars.
True story, Monsieur MC Solaar, true story. 
Bien, ich habe mich bei meinem neuestem Text - zumindest im Chorus (alles andere hätte das anfängliche concèpte detruiert) - aufs linguistische Glatteis gewagt: Französisch. Ja, Erinnerungen kommen hoch, und oui, es sind schreckliche.
Irgendwie habe ich mir texten auf française schwerer vorgestellt, und ich pense, ich werde mein kreativ-angeschlagenes Selbstbewusstsein nächstens mit weiteren frankophilen Ergüssen aufpäppeln. Man nehme sich in attention! 
Auf revoir, bonne nacht tuss le monds. 

Achja, so als excuse: Es gibt nur keine dritte Strophe, weil ich das Wort "another" nicht zu sehr überstrapazieren wollte. So spätestens nach der siebten Wiederholung ist die message nämlich eh schon angekommen.


Another day full of chances
another day to seize
another way to go
another thing to believe
another point to fight for
another book to read
another sky to cross
another sunrise to see

allume le ciel
pour que je me rappelle
de ton nom et ton corps
y a t-il des choses encore
qui sont nouveaux, sans parler de toi?

Another wonder to live
another dream to forget
another story to tell
another goal to set
another song to sing
another lover to kiss
another piece of luck
another glimpse of bliss





Mittwoch, 27. Oktober 2010

Fuck it! Ich geb auf.
Ich kann nunmal keine lustigen lebensfrohen Texte schreiben. Ich werde spätestens nach der ersten Strophe ironisch, und lande schlussendlich wieder bei meinen Drogenabhängigen, Selbstmördern und meinen korrupten Regierungen. So bin ich - und so wasch ich auch.
Also schreibe ich halt weiter meine Emotexte und hoffe, dass nicht in nächster Zeit das gelbe Wägelchen anklopft und ich eingeliefert werde.
Anyway, im nächsten Text geht es darum, wie ich alles immer verdränge und Dinge nicht so wirklich an mich ranlasse. Ich verwende gerne das Staumauer-Beispiel, da ich auch das Gefühl habe, dass ich alles anstaue und ich langsam Angst davor habe, dass alles irgendwann über mir einbricht. Vielleicht sollte ich zur Vorsorge mal Schwimmflügeli anziehen...Oder mir einen schicken Regenschirm kaufen.



There's this wall inside my head
that will always hold me back
back of love, back of friends
back of what i'll never have
a huge concrete dam
that i constantly cram
fill up with my problems
make my life a big sham

but i'm afraid of pulling down
and too tired of all this frown
but if my dam will cave in
maybe my whole life will
too

exams and tests
always got to be the best
repress my memories
but still feel so depressed
jealousy and mistrust
hidden under ice crust
seeithing under surface
will make me go bust

Want to lock my heart
in a plastic box
to show it everybody
but not let them touch
carry it around
wherever i want to
throw it away
when my head says „untrue!“