Dienstag, 30. November 2010

Ich habe noch einige Entwürfe auf Lager, macht euch bereit für weitere Tragödien, violett auf weiss, in Worte gefasst, die ich noch nicht mal verstehen würde, würde ich sie nicht nachschlagen gehen.

Hier haben wir zum Beispiel ein äusserst abartiges Exemplar schriftlicher Verzweiflung. Ich war müde beim Schreiben. Wie immer.


Red ink on my hands
try to pretend
that it wasn't my fault
and i seem to understand
kiss the dirty mirror
my tears wash it clearer
and my lips feel dirty
and i hear the steps nearer
scream at my face
but it's the fist that breaks
now eat the shards
to mutilate my fate
head against wall
gives blood to scrawl
scribble my name
but it came out too small
slid up my wrist
facepalm with clanched fist
never found the time
to think about a last wish
dive in my sorrow
pray for no more tomorrows
sleep in my body
that i only got to borrow

Nachdem wir schon über Scherben essen und Ritzen gelesen haben, fehlt eigentlich nur noch eines: Drogen. Und ja, wir ahnen es - der nächste Text behandelt eben dieses Thema. Kurz, und schmerzhaft. 

Ladies and gentlemen
this is the story
of a 16 year old girl
with a name like rory
or a name like phoebe
maybe even kate
doesn't even matter
because rory does cocaine
phoebe's doing acid
kate's doing meth
and all the three of her
are in a living death
rory steals money
phoebe sucks dicks
kate's selling weed
all for the next kick

Oh, ich habe gerade einen Text gefunden, der nicht mal so übel ist! Ich sollte vielleicht beginnen, meine Texte themenbezogen zu betiteln, weil ich nämlich etwa fünfzehn Text gespeichert habe, die "blabla" heissen. 
Also, das nächste Meisterwerk ist eher etwas persönlich. Und zwar ist kürzlich ein Rapper gestorben, den ich ziemlich brilliant fand. Genial sozusagen. Das hat mich tatsächlich mehr mitgenommen, als ich gedacht hätte, und hat mich dann zu ungefähr fünf Texten inspiriert. Der folgende Text setzt sich mit dem Tod einer geliebten Person auseinander. Und das ist etwas, was mich zum Weinen bringen könnte, wenn ich nur schon daran denke. Etwas Sensibilität also bitte, beim kritisieren ;)

If even shadows have a shadow
i'm sure i have one too
and it's been about a month
that i've been feeling blue
i can still cry every night
all because of you
dedicate my life to my biggest loss
this time it's die not do
i told myself time healed everything
but i know that it's not true

find me in the corner
layers of shadow cover my face
the only thing that holds me
is my own embrace

another thing that's not true:
writers never die
and all i wanna do now
is believing those lies
i know these things happen
and everything goes by
and even if you hated it
this time you made me cry
you know it kills me more than you
cause now my hands are tied

teardrops wash my scars away
slowly peel off my clown mask
and silently i always knew it
it was too good to last


Das war vielleicht ein Bisschen viel aufs mal, aber hey, den letzten Text muss sich nur antun, wer noch mag, oder will, oder nichts besseres zu tun hat. 
Tattoos sind geil.

his skin is a canvas
Read his body like a map
let your lashes wander
let permanent wings flap

fingers follow inked lines
an eternalized rose
swallows, numbers
immortal stars and crows

ornaments tell stories
explore his whole life
beauty until death
mystic dateless signs

draw a plan of his body
hear the beating in his chest
follow the cords
draw the wave's crest






Könnten wir die Schweiz nicht bitte auf A-Schweiz umtaufen?
Und das A steht jetzt nicht für irgendwelche Körperöffnungen oder sonstige Schweinereien - es geht nur darum, dass man auf diesen Listen, bei denen man sein Land wählen muss, immer so verdammt lange scrollen muss.
Okay, die obige Aussage sollte den Ernst der Lage verdeutlichen: Ich bin müde. Richtig müde. Ich habe soeben ein 100 palabras-reiches Wunderwerk spanischer Schreibkunst beendet, und habe so etwas wie Physik vor mir. Ich will nicht mehr.
Was ich in den letzten Tagen zu Papier, bzw OpenOffice gebracht habe, ist erbärmlich, und ich zähle die Tage bis zu Silvester. Wobei ich wohl genau in der letzten Woche eine kreative Ader entdecken werde. Ganz zuhinterst in meinem Kopf.
Hier also einige skizzenhafte Entwürfe poetischen Niedergangs. In allen Sprachen, Reimformen, Längen. Nehmt euch Zeit, es wird ein längerer Eintrag.

Zuerst ein französisches Gedicht. Welches ich dringends nochmals überarbeiten sollte.


chaque jour je t'attend


j'attend tes pas
chaque jour
chaque fois


je cherche tes yeux
chaque jour
va mieux


ma vie vaut pas
sans la tienne
sans toi


je répète ton nom
dans l'air
dans le vent


qui porte mon amour
sur l'océan
chaque jour


chaque jour je t'attend
chaque jour qu'on apprend
que la vie est si court
mais j'attend chaque jour




Dann haben wir da noch ein Lied, bei dem es nicht mal mehr für eine zweite Strophe gereicht hat. Aber zweite Strophen werden eh überbewertet.


Grey is no color
it's just a shade
all shadows wander
or they just fade
remember the night
when all cats are grey
but they turn painted
with the brush of sunrays

when the sky is grey
and the clouds are black
you can't change it anyways
so you just cut your slack


Dann haben wir hier ein kleines Experiment, welches bald ziemlich ausgeartet ist. Ich musste die Person einfach sterben lassen, wer weiss was sonst passiert wäre. 

Imagine a dark room
with walls red like blood
a light from the ceiling
is all it got
in the darkest corner
hiding in the shade
is sitting a dark person
so dark it almost fades
red eyes black hair
stare a hole in the air
angry blood pumping
the only sound
fast shut the door
now nobody's around
hear yourself breathing
everything is narrow
every blink of this person
is hurt to the marrow
smells like sulfur
scratch your hand
your dream finally feels
like it's buildt on sand
the walls cave in
you suffocate
you scream a name
but the help comes too late
you drown in your sleep
and die eyes shut
and this dark room is all that you got

Okay, wir müssen das jetzt beenden. Ich muss einen neuen Eintrag machen - ich kanns nicht haben, so viele Texte auf einmal zu präsentieren. Habt Verständnis mit meinem kranken Geist. Ich könnte ja auch gar nichts hochladen. Und das wäre langweiliger als wirre Texte die nur für mich Sinn ergeben. Wenn überhaupt.

Dienstag, 23. November 2010


Und hier haben wir ... Zürich mit Taube. In blau.
Gemacht wurde es bei dem Versuch, ein adäquates Geburtstagsgeschenk für einen gewissen Schmetterling zu kreieren. Am Anfang nur zu zweit (grüner Weihnachtself mit Gitarre inklusive) am Flughafen, später jedoch zu dritt (dazu kam noch eine langbeinige Schönheit) und mit tief gesunkener Hemmschwelle in der Bahnnhofsstrasse entstand dann ... eine CD mit Geräuschen und einem brillanten Booklet (trotz, oder gerade wegen, defektem Drucker).
Wer für die Illustrierungen desselben zuständig war, muss hier ja wohl kaum erwähnt werden (ich).
An alle Schmetterlinge da draussen: so sieht das Bild in Farbe aus.
Und nein, das Bild wurde nicht bearbeitet. Kaum bearbeitet.. Ein bisschen bearbeitet... Drücken wir es so aus: sämtliche Farben wurden umgestellt. Aber die Taube war wirklich da.

Montag, 22. November 2010

Monday is music day!!!
Ist es nicht. Aber ich mag Alliterationen.
Anyway, ich wurde von meiner Lieblings-essa gebeten, einen Blogeintrag mit Musiktips zu erstellen. Gerne! Vielleicht fällt es dann weniger auf, dass ich in letzter Zeit irgendwie nicht so wahnsinnig qualitative Texte schreiben kann. Hier also eine kleine Auswahl bevor ich ins Bett krieche.
Legen wir los, und Katy - du hörst dir jedes Lied an!

Ready To Go (acoustic) - Urthboy   Aussie Power 4-ever

Massive Attack - Paradise Circus     Wueeeh, ich möchte ein Video dazu machen!

Bob Marley - Burnin and Lootin     Bobby und The Roots performen mein Lieblingssong - besser gehts nicht!

Chris Garneau - Fireflies                  Tolltolltolltoll! El Radio muss man besitzen!

Norman Palm - Everything You Need     Was soll man da noch sagen?! Ich möchte auch verliebt sein!


Rage Against The Machine - Ashes In The Fall    Nur damit das mal gesagt ist: Ich höre nicht nur Pussy-Musik! Neinneinnein: Das ist mein momentanes Lieblingslied!


Gute Nacht zusammen!

Samstag, 13. November 2010


Dieses Bild stammt aus einer Zeit, als die Sonne noch schien. Und zwar länger als vier Stunden am Tag. Die Figur soll eine chinesische Tänzerin darstellen und wurde von meiner Mutter eigenhändig getöpfert (sie hat immer einen Tonring nach dem anderen aufeinander gelegt - von innen ist dieses ausdrucksstarke Meisterwerk also hohl. Nebenbemerkung für alle Kunstkenner/-liebhaber, die es interessiert). Nun steht sie in unserem Rosenbeet (welches übrigens nicht so kläglich ist, wie es auf diesem Bild den Anschein erweckt) und erschreckt ahnungslose Gäste und manchmal auch ahnungslose Bewohner dieses Hauses.

Mittwoch, 10. November 2010

Hand hoch, wer hier so richtig komplett zufrieden und glücklich mit seinem Leben ist!
Keine Hände? Interessant...
Nun...mein ideales Leben sieht nämlich auch ein bisschen anders aus, als dieses hier. In meinem idealen Leben würde es jetzt zum Beispiel nicht regnen, und es wäre angenehm warm. Ich hätte morgen keine Wirtschaftsprüfung, und sowieso überhaupt keine Schule. Ich würde nicht in meinem Bett in Schmerikon liegen, sondern in einer Hängematte an einem Bacardi-Strand. Ich würde ganz viel Talent in allem haben, und ich hätte genug Geld und Zeit, um die ganze Welt zu bereisen. Achja - und ich würde nie nie nie NIENIENIENIENIENIENIENIENIE nie nie mehr Mathe haben. Nie mehr.

In einer idealen Welt würde ausserdem jeder Mensch Eligh (ich mache ja ungern Werbung, aber das neue Album "the grey crow" ist wirklich kaufenswert ;)) und Atmosphere hören, Drop City lesen und couchsurfen. Zusätzlich wäre jede Mauer und jeder Zug Freiwild für Sprayer, am Radio würde GUTE Musik gespielt werden, Bildung wäre gratis, ich hätte mehr Geld und mehr Zeit für mich, Red Hot Chili Peppers hätten sich nicht aufgelöst, Konzerte und Kino wären gratis, Kinderarbeit nicht mehr nötig, alle Gorillas hätten ihren Stamm-baum (haha,Wortspiel!) noch, die Zeitungen würden neutral und informativ über die WAHRHEIT berichten, Amerikaner würden intelligenter, Cannabis legalisiert und das wichtigste...ich kann jeden Tag so lange schlafen, wie ich will!

Achso - falls jemand noch nach einem passenden Geburtstagsgeschenk für mich sucht, ich will keine Pistole, kein Feuer, keinen Spiegel, und Wände gibt es auf dieser Welt schon genug. Der folgende Text dürfte sonst in dieser Hinsicht nämlich ein bisschen irreführend sein.
Akzeptables Alternativ-Geschenk: ASR-10 !!! Sampler/Synthie der so ziemlich alles hat, was man braucht, um auch alleine gute Musik machen zu können, und das wohl beste Gerät in jeglicher Hinsicht EVER ist. So ziemlich jedes meiner musikalischen Vorbilder hat ein/eine? ASR-10 ...und ich will doch auch mein Vorbild sein :)  Ist ja auch gar nicht teuer, und...sowieso. Zusammen könnt ihr alles schaffen, auch ASR-10 :)
Danke schon mal im Voraus! Ich euch auch.



Give me an oasis
or better an island
save from psychic harm
too much noise and style and

give me some music
to cure my hurt mind
give me some paper
and a pen to rhyme

please give me words
to articulate my pain
give me some ink
to release and to drain

give me a piano
to be distracted for hours
give me good books
that give me notion and power

give me a mirror
to break my face in two
give me a room
to fill it up with you

give me a wall
or give me a train
some caps and spraycans
to finish always the same

give me a fire
give me a gun
i'm gonna shoot the clouds
untill we see the sun

give me a bed
and a pillow to dream
give me good drugs
to have something to get clean

give me more of you
give me less of reality
more of peace
and less of brutality

please give me breath
plese give me sorrow
i'll take it to have a reason
to fear tomorrow


Montag, 8. November 2010


For Lynn,
the one and only

Es ist kein Buch (geschweige denn ein Backbuch), aber es ist ein Blogeintrag, der ganz allein dir gewidmet ist. Und dann auch noch ein verdammt schöner...

Sonntag, 7. November 2010


Dies ist eine Lampe.
Der Gegenstand, der für drei Wochen Licht in mein tristes Dasein werfen sollte. Der in seiner verschlungenen Erhabenheit unerschütterlich die Licht- von der Schattenseite trennt. Dessen Leben der Kampf zwischen Hell und Dunkel ist. Der Gelassenheit und Anmut ausdrückte seit er das erste Mal mein Gesicht erhellte. Der in den höchsten Sphären unserer Gesellschaft lebt und den selbst die Hässlichkeit seiner Passform niemals auslöschen kann.
Eine Lampe eben.

Freitag, 5. November 2010

Fuck SVP!
So, das musste verdammt nochmal gesagt werden! Was glauben die eigentlich, wer die sind?! Wie rechtfertigen sie die Unerhörtheit, die Leute, die ihre WCs putzen, ihre Grossmütter im Altersheim pflegen und unsere Strassen bauen mit solcher Undankbarkeit zu behandeln?! Verdienen es die Leute, die unter Umständen aus ihrem Land flüchten mussten, oder Leute, die schon seit über 20 Jahren in der Schweiz leben und voll integriert sind, so UNFAIR behandelt zu werden? Wenn sich Ausländer so wie Schweizer verhalten sollen, warum verhalten wir uns gegenüber Ausländern dann nicht, als seien sie Schweizer, und zwar auch wenn sie straffällig werden?! Wieso wehrt sich niemand gegen die ganze Scheisse!? Ich meine, so richtig wehren?!
Das ging mir so durch den Kopf, als ich diesen Text geschrieben habe, und bekam so richtig Bock auf eine fette Revolution. Fick direkte Demokratie - ich mach das selber nämlich besser!!!

fist in the air
laws on the floor
throw away your badges
we don't need them anymore


riot
riot in this town
riot
bring this system down


fist in the air
heart on your tongue
make this world yours
back where it belongs


fist in the air
it's just another day to die
or another day to
burn the books that lie


fist in the air
paint on the walls
this is the night
where the truth finally calls


fist in the air
passport on fire
we gonna get the things
that we desperately required
Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit.
Zumindest wenn es ums texten geht: An einem Tag schreibe ich über eine dringend notwendige Revolutionen, am nächsten schreibe ich I-miss/love-you-Lieder. Um das mal kurz zu demonstrieren, möchte ich euch gerne beide Beispiele zeigen. Ich bin mir nämlich nicht so ganz sicher, welche Sorte ich lieber mag. Für thewritingessa ist es wahrscheinlich komfortabler, I-miss/love-you-Lieder zu spielen, stimmts? ;)
Diesen Text mag ich eigentlich ziemlich gut, trotz leicht erhöhtem Schnulz-Faktor. Ich mag zB die "and the memories of yesterday stay my favourite scar" Stelle, oder "and the memories of yesterday revolve around you". Ja, ich darf mich auch mal selber loben,oder?!
Den revolutionären Text poste ich gleich, ich muss ihn nur noch in meinem Matheheft suchen gehen! (Kreativität ist eine Pflanze, die auch an den düstersten Stellen gedeiht - auch im Matheheft.)


A bientôt

It's not like i miss you
it's just your not here
and the memories of yesterday
stay a grey smear
it's not like i love you
it's just appreciation
and the memories of yesterday
seem to be dream's creation
it's not like i'm crying
it's just thinking too far
and the memories of yesterday
stay my favourite scar
it's not like i'm waiting
there's just nothing else to do
and the memories of yesterday
revolve around you

you are not my life
but my favourite part of it
and the memories of yesterday
are how my heart split

it's not like i care
it's just a little pain
and the memories of yesterday
are fading in the rain
it's not like i'm sad
it's just another phase
and the memories of yesterday
stay a set phrase
it's not like i'm dying
it's just another low
and the memories of yesterday
are something i don't know
it's not like you are worth
it's just like i'm am not
and the memories of yesterday
are everything i've got

Montag, 1. November 2010

Les femmes viennent  de Vénus.  Les hommes mangent des Mars.
True story, Monsieur MC Solaar, true story. 
Bien, ich habe mich bei meinem neuestem Text - zumindest im Chorus (alles andere hätte das anfängliche concèpte detruiert) - aufs linguistische Glatteis gewagt: Französisch. Ja, Erinnerungen kommen hoch, und oui, es sind schreckliche.
Irgendwie habe ich mir texten auf française schwerer vorgestellt, und ich pense, ich werde mein kreativ-angeschlagenes Selbstbewusstsein nächstens mit weiteren frankophilen Ergüssen aufpäppeln. Man nehme sich in attention! 
Auf revoir, bonne nacht tuss le monds. 

Achja, so als excuse: Es gibt nur keine dritte Strophe, weil ich das Wort "another" nicht zu sehr überstrapazieren wollte. So spätestens nach der siebten Wiederholung ist die message nämlich eh schon angekommen.


Another day full of chances
another day to seize
another way to go
another thing to believe
another point to fight for
another book to read
another sky to cross
another sunrise to see

allume le ciel
pour que je me rappelle
de ton nom et ton corps
y a t-il des choses encore
qui sont nouveaux, sans parler de toi?

Another wonder to live
another dream to forget
another story to tell
another goal to set
another song to sing
another lover to kiss
another piece of luck
another glimpse of bliss