Sonntag, 19. September 2010

Selbst eine Grinsekatze wie ich hat mal ihre schlechten Tage, und die koste ich dann auch aus.
Ich glaube, das nennt man da, wo ich eben auch noch herkomme "sevdah". Melancholie, gegen die man gar nicht gross was machen kann oder will, weils eben auch mal schön ist traurig zu sein.
An solchen Tagen plärrt aus meinen Kopfhörern dann so ungefähr folgendes:
Atmosphere - Me
Inspired Flight - Eight Words
Radiohead - Creep
Red Hot Chili Peppers - Dosed
Nirvana - Where did you sleep last night
The Roots - Dear God 2.0

Achja: Anhören das Ganze jetzt!

Nun, dann gibt es auch die Tage, an denen ich einfach mal wütend bin. Die ganze Welt ist scheisse, oberflächlich, zurückgeblieben, egoistisch - kurz: FUCK YOU! - Tage.
Ich möchte Dinge an Wände schmeissen, Stroboskop-gewitter, möchte Song2-mässig an Wände springen, Telephonbücher zerreissen, schreien und in Bäume reinginggen und ganz lauten BASS! Dazu natürlich 15 Overdrive Gitarren, 27 Drumsets und 300 wütend-scheppernde Mics.
Das würde dann ungefähr so tönen:
Dubioza Kolektiv - The Identity
Pearl Jam - Do the Evolution
Red Hot Chili Peppers - On Big Mob
Anti-Flag - Drink Drank Punk
Linkin Park - By Myself

Ähm ja...worauf ich initially hinauswollte war...Ich war wütend als ich diesen Text geschrieben habe. Es hing zusammen mit Journalisten, Klatsch-Zicken, Romantikern, Oberflächlichkeit sogar im Tiefsinnigen und Leidenschaftslosigkeit. Man stelle sich den Song vor mit ganz laut und ganz viel. allem. geschrei.
EAT THAT!



This life is a circus
and not even on purpose
masquerade, performance
parades of ignorance
all that seems to glitter
turns out to be just litter
soul exposure
out-door enclosure
little sensation
due relaxation

oh this life i live
oh the time i give
turns out to be
artificial |: superficial

this live is so wonderful
this life is so great
but i sit in this corner
and just can't relate
glamour and fame
clamour and shame
glossies and billboards
photoshop fine pored
say yes to the next excess
with free internet acces




Montag, 13. September 2010



Ich konnte es mal wieder nicht lassen und machte tausende von Fotos (im Abstand von zwei Minuten rannte die gesammte versammelte Bagage, begleitet von lautem Kreischen, auf den Balkon - ein durchaus sportliches Ereignis) aber es hat sich gelohnt, oder? Einen derartigen Sonnenuntergang habe ich wirklich selten erlebt ...

Sonntag, 5. September 2010

Eigentlich wollte ich ja heute einen lebensfrohen Text posten...
Aber dann habe ich zufälligerweise ein etwas älteres Exemplar ausgegraben, welches so ziemlich das Gegenteil von lebensfroh ist. Ich liebe allerdings die Frage am Schluss des Textes so sehr (und ich bin äusserst kritisch, was meine Schreibkünste angeht), dass ich ihn der Welt nicht vorenthalten wollte/konnte.
Ausserdem hat dieser Text ja so ziemlich alles, was ein gutes Drama braucht: Selbstmörder die von Brücken springen, verwittwete Mütter, weinende Kinder... und Spaghetti.
Nächstes Mal etwas aufheiterndes, ich weiss schon.

In this very moment
when you jumped
off the bridge
I was home
cooking dinner
made spaghetti
for our kids


In this very moment
when your body
hit the ground
I was sitting at
our table
with our kids all around


In this very moment
when the doorbell rang
"somebody to love"
that's what our kids
sang


In this very moment
at your funeral
standing there, crying
when your kid realized
that you weren't just dieing


In this very moment
I am thinking about things
like: "why, goddamn,
didn't you 
spread your wings?"



Weil es so lange kein Foto mehr gab jetzt gleich zwei! Beide am selben Abend im selben Wald entstanden. Und seltsamer weise auch in dieser chronologischen Abfolge (will heissen: erst war es dunkel, und dann gab es plötzlich einen wild romantischen Sonnenuntergang).
Miss Butterfly wird das gerne bestätigen, sie war nämlich live dabei.