Samstag, 13. November 2010


Dieses Bild stammt aus einer Zeit, als die Sonne noch schien. Und zwar länger als vier Stunden am Tag. Die Figur soll eine chinesische Tänzerin darstellen und wurde von meiner Mutter eigenhändig getöpfert (sie hat immer einen Tonring nach dem anderen aufeinander gelegt - von innen ist dieses ausdrucksstarke Meisterwerk also hohl. Nebenbemerkung für alle Kunstkenner/-liebhaber, die es interessiert). Nun steht sie in unserem Rosenbeet (welches übrigens nicht so kläglich ist, wie es auf diesem Bild den Anschein erweckt) und erschreckt ahnungslose Gäste und manchmal auch ahnungslose Bewohner dieses Hauses.

Mittwoch, 10. November 2010

Hand hoch, wer hier so richtig komplett zufrieden und glücklich mit seinem Leben ist!
Keine Hände? Interessant...
Nun...mein ideales Leben sieht nämlich auch ein bisschen anders aus, als dieses hier. In meinem idealen Leben würde es jetzt zum Beispiel nicht regnen, und es wäre angenehm warm. Ich hätte morgen keine Wirtschaftsprüfung, und sowieso überhaupt keine Schule. Ich würde nicht in meinem Bett in Schmerikon liegen, sondern in einer Hängematte an einem Bacardi-Strand. Ich würde ganz viel Talent in allem haben, und ich hätte genug Geld und Zeit, um die ganze Welt zu bereisen. Achja - und ich würde nie nie nie NIENIENIENIENIENIENIENIENIE nie nie mehr Mathe haben. Nie mehr.

In einer idealen Welt würde ausserdem jeder Mensch Eligh (ich mache ja ungern Werbung, aber das neue Album "the grey crow" ist wirklich kaufenswert ;)) und Atmosphere hören, Drop City lesen und couchsurfen. Zusätzlich wäre jede Mauer und jeder Zug Freiwild für Sprayer, am Radio würde GUTE Musik gespielt werden, Bildung wäre gratis, ich hätte mehr Geld und mehr Zeit für mich, Red Hot Chili Peppers hätten sich nicht aufgelöst, Konzerte und Kino wären gratis, Kinderarbeit nicht mehr nötig, alle Gorillas hätten ihren Stamm-baum (haha,Wortspiel!) noch, die Zeitungen würden neutral und informativ über die WAHRHEIT berichten, Amerikaner würden intelligenter, Cannabis legalisiert und das wichtigste...ich kann jeden Tag so lange schlafen, wie ich will!

Achso - falls jemand noch nach einem passenden Geburtstagsgeschenk für mich sucht, ich will keine Pistole, kein Feuer, keinen Spiegel, und Wände gibt es auf dieser Welt schon genug. Der folgende Text dürfte sonst in dieser Hinsicht nämlich ein bisschen irreführend sein.
Akzeptables Alternativ-Geschenk: ASR-10 !!! Sampler/Synthie der so ziemlich alles hat, was man braucht, um auch alleine gute Musik machen zu können, und das wohl beste Gerät in jeglicher Hinsicht EVER ist. So ziemlich jedes meiner musikalischen Vorbilder hat ein/eine? ASR-10 ...und ich will doch auch mein Vorbild sein :)  Ist ja auch gar nicht teuer, und...sowieso. Zusammen könnt ihr alles schaffen, auch ASR-10 :)
Danke schon mal im Voraus! Ich euch auch.



Give me an oasis
or better an island
save from psychic harm
too much noise and style and

give me some music
to cure my hurt mind
give me some paper
and a pen to rhyme

please give me words
to articulate my pain
give me some ink
to release and to drain

give me a piano
to be distracted for hours
give me good books
that give me notion and power

give me a mirror
to break my face in two
give me a room
to fill it up with you

give me a wall
or give me a train
some caps and spraycans
to finish always the same

give me a fire
give me a gun
i'm gonna shoot the clouds
untill we see the sun

give me a bed
and a pillow to dream
give me good drugs
to have something to get clean

give me more of you
give me less of reality
more of peace
and less of brutality

please give me breath
plese give me sorrow
i'll take it to have a reason
to fear tomorrow


Montag, 8. November 2010


For Lynn,
the one and only

Es ist kein Buch (geschweige denn ein Backbuch), aber es ist ein Blogeintrag, der ganz allein dir gewidmet ist. Und dann auch noch ein verdammt schöner...

Sonntag, 7. November 2010


Dies ist eine Lampe.
Der Gegenstand, der für drei Wochen Licht in mein tristes Dasein werfen sollte. Der in seiner verschlungenen Erhabenheit unerschütterlich die Licht- von der Schattenseite trennt. Dessen Leben der Kampf zwischen Hell und Dunkel ist. Der Gelassenheit und Anmut ausdrückte seit er das erste Mal mein Gesicht erhellte. Der in den höchsten Sphären unserer Gesellschaft lebt und den selbst die Hässlichkeit seiner Passform niemals auslöschen kann.
Eine Lampe eben.

Freitag, 5. November 2010

Fuck SVP!
So, das musste verdammt nochmal gesagt werden! Was glauben die eigentlich, wer die sind?! Wie rechtfertigen sie die Unerhörtheit, die Leute, die ihre WCs putzen, ihre Grossmütter im Altersheim pflegen und unsere Strassen bauen mit solcher Undankbarkeit zu behandeln?! Verdienen es die Leute, die unter Umständen aus ihrem Land flüchten mussten, oder Leute, die schon seit über 20 Jahren in der Schweiz leben und voll integriert sind, so UNFAIR behandelt zu werden? Wenn sich Ausländer so wie Schweizer verhalten sollen, warum verhalten wir uns gegenüber Ausländern dann nicht, als seien sie Schweizer, und zwar auch wenn sie straffällig werden?! Wieso wehrt sich niemand gegen die ganze Scheisse!? Ich meine, so richtig wehren?!
Das ging mir so durch den Kopf, als ich diesen Text geschrieben habe, und bekam so richtig Bock auf eine fette Revolution. Fick direkte Demokratie - ich mach das selber nämlich besser!!!

fist in the air
laws on the floor
throw away your badges
we don't need them anymore


riot
riot in this town
riot
bring this system down


fist in the air
heart on your tongue
make this world yours
back where it belongs


fist in the air
it's just another day to die
or another day to
burn the books that lie


fist in the air
paint on the walls
this is the night
where the truth finally calls


fist in the air
passport on fire
we gonna get the things
that we desperately required
Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit.
Zumindest wenn es ums texten geht: An einem Tag schreibe ich über eine dringend notwendige Revolutionen, am nächsten schreibe ich I-miss/love-you-Lieder. Um das mal kurz zu demonstrieren, möchte ich euch gerne beide Beispiele zeigen. Ich bin mir nämlich nicht so ganz sicher, welche Sorte ich lieber mag. Für thewritingessa ist es wahrscheinlich komfortabler, I-miss/love-you-Lieder zu spielen, stimmts? ;)
Diesen Text mag ich eigentlich ziemlich gut, trotz leicht erhöhtem Schnulz-Faktor. Ich mag zB die "and the memories of yesterday stay my favourite scar" Stelle, oder "and the memories of yesterday revolve around you". Ja, ich darf mich auch mal selber loben,oder?!
Den revolutionären Text poste ich gleich, ich muss ihn nur noch in meinem Matheheft suchen gehen! (Kreativität ist eine Pflanze, die auch an den düstersten Stellen gedeiht - auch im Matheheft.)


A bientôt

It's not like i miss you
it's just your not here
and the memories of yesterday
stay a grey smear
it's not like i love you
it's just appreciation
and the memories of yesterday
seem to be dream's creation
it's not like i'm crying
it's just thinking too far
and the memories of yesterday
stay my favourite scar
it's not like i'm waiting
there's just nothing else to do
and the memories of yesterday
revolve around you

you are not my life
but my favourite part of it
and the memories of yesterday
are how my heart split

it's not like i care
it's just a little pain
and the memories of yesterday
are fading in the rain
it's not like i'm sad
it's just another phase
and the memories of yesterday
stay a set phrase
it's not like i'm dying
it's just another low
and the memories of yesterday
are something i don't know
it's not like you are worth
it's just like i'm am not
and the memories of yesterday
are everything i've got

Montag, 1. November 2010

Les femmes viennent  de Vénus.  Les hommes mangent des Mars.
True story, Monsieur MC Solaar, true story. 
Bien, ich habe mich bei meinem neuestem Text - zumindest im Chorus (alles andere hätte das anfängliche concèpte detruiert) - aufs linguistische Glatteis gewagt: Französisch. Ja, Erinnerungen kommen hoch, und oui, es sind schreckliche.
Irgendwie habe ich mir texten auf française schwerer vorgestellt, und ich pense, ich werde mein kreativ-angeschlagenes Selbstbewusstsein nächstens mit weiteren frankophilen Ergüssen aufpäppeln. Man nehme sich in attention! 
Auf revoir, bonne nacht tuss le monds. 

Achja, so als excuse: Es gibt nur keine dritte Strophe, weil ich das Wort "another" nicht zu sehr überstrapazieren wollte. So spätestens nach der siebten Wiederholung ist die message nämlich eh schon angekommen.


Another day full of chances
another day to seize
another way to go
another thing to believe
another point to fight for
another book to read
another sky to cross
another sunrise to see

allume le ciel
pour que je me rappelle
de ton nom et ton corps
y a t-il des choses encore
qui sont nouveaux, sans parler de toi?

Another wonder to live
another dream to forget
another story to tell
another goal to set
another song to sing
another lover to kiss
another piece of luck
another glimpse of bliss